Anti-Geldwäsche-Vorschriften

Anti-Geldwäsche-Vorschriften (engl: Anti Money Laundering, AML) sollen verhindern, dass Finanzbetrug betrieben wird.


Finanzunternehmen und -Börsen (darunter auch Issuer digitaler Assets und Kryptobörsen) sind grundsätzlich dazu verpflichtet, aktiv gegen Wirtschaftskriminalität vorzugehen. Aus diesem Grund verabschiedete das Europäische Parlament am 19. April 2018 die 5. EU-Geldwäscherichtlinie, die den EU-weiten Finanzsektor im Vergleich mit den vorherigen Richtlinien noch stärker in die Pflicht nimmt.


Die Anti-Geldwäsche-Vorschriften umfassen Tätigkeiten, die verhindern sollen, dass finanzielle Mittel illegal von Kriminellen verdient oder bewegt werden. Darunter fallen neben der Geldwäsche u.a. die Steuerhinterziehung, die öffentliche Korruption, die Marktmanipulation (etwa durch das sogenannte Wash Trading) sowie auch die Terrorismusfinanzierung.

Dabei gilt es zwischen vorbeugenden Maßnahmen und analytischen Maßnahmen zu unterscheiden:

Um Finanzbetrug möglichst frühzeitig vorzubeugen, ist insbesondere für Kreditinstitute, Krypto-Handelsplätze und Versicherungen eine Legitimationsprüfung von Neukunden vorgeschrieben. Im Fall der Nichteinhaltung rechtlicher Vorgaben drohen hohe Geldstrafen. Gleichzeitig mindert eine ordentliche Legitimation von Neukunden die Geschäftsrisiken für Unternehmen und sichert die Einhaltung von Compliance-Vorschriften. Einen Leitfaden bietet dabei das sogenannte Know Your Customer-Prinzip (KYC).


Darüber hinaus stehen Behörden, Finanzinstituten und Unternehmen eine Vielzahl von Softwarelösungen zur Verfügung, die helfen fragwürdige Aktivitäten zu erkennen und/oder forensisch nachzuvollziehen.

Die Blockchain macht es Betrügern einfach. Aufgrund der Anonymität bei Transaktionen von Kryptowährungen (die beiden Parteien nutzen lediglich einen Public Key als Identität) sind Crypto-Currencies wie der Bitcoin beliebte Währungen von Kriminellen. Hier kommen (selbst-)regulierte Kryptobörsen und andere Intermediäre wie iVE.ONE ins Spiel: Um das Risiko von Betrug oder Geldwäsche zu minimieren arbeitet iVE.ONE deshalb ausschl. mit vorab identifizierten und legitimierten Partnern und Kunden zusammen.

Doch die Anti-Geldwäsche Vorschriften haben nicht nur Fürsprecher. Kritiker argumentieren, dass die Compliance die Vorteile der DLT (Anonymität, Dezentralisierung und der Verzicht auf Intermediäre) zunichte machen und einen Eingriff in die Privatsphäre bedeuten, denn nach AML müssen personenbezogene Daten in zentralen Datenbanken ablegt werden. Aktuell arbeiten deshalb zahlreiche Unternehmen und Forschungseinrichtungen daran, eine gesetzeskonforme Lösung zu schaffen die die Privatsphäre der Nutzer gewährleistet.

Ähnliche Begriffe

Security Token

Ein Security Token (auch „Equity Token“ oder „Investment Token“) ist ein kryptographischer Token, der an einen Wert bzw. ein Wertpapier gebunden ist.

Digital Securities

Digital Securities, auch bekannt als Security Token, sind Blockchain-basierte Repräsentationen eines Wertpapiers.

§ 32 KWG

Die professionelle Vermögensanlageberatung und -verwaltung lässt sich in zwei Kategorien einstufen: Nach der sogenannten Finanzanlagenvermittlerlizenz (Lizenzierung nach § 34f Gewerbeordnung (GewO)) oder nach der Lizenz als Vermögensverwalter (gemäß

§ 34 D/F/H GewO

Die professionelle Vermögensanlageberatung und -verwaltung lässt sich in zwei Kategorien einstufen: Nach der sogenannten Finanzanlagenvermittlerlizenz (Lizenzierung nach § 34f Gewerbeordnung (GewO)) oder nach der Lizenz als Vermögensverwalter (gemäß